RINALDO

Gibt es Verbindungen zwischen Georg Friedrich Händels barockem Theater und den Agentenfilmen der 1950er Jahre von Alfred Hitchcock? Ja, die gibt es!

Almirena (Gan-ya Ben-gur Akselrod), Armida (Natalia Kawalek-Plewniak), Goffredo (Vladimir Dmitruk), Rinaldo (Jake Arditti), Argante (Tobias Greenhalgh), Kameramann (Peter Bruggrabner) & Alfred Hitchcock (Christoph Seidl) © Herwig Prammer

Almirena (Gan-ya Ben-gur Akselrod), Armida (Natalia Kawalek-Plewniak), Goffredo (Vladimir Dmitruk), Rinaldo (Jake Arditti), Argante (Tobias Greenhalgh), Kameramann (Peter Bruggrabner) & Alfred Hitchcock (Christoph Seidl) © Herwig Prammer

Die gestern in der Kammeroper zur Premiere gekommene Händel-Oper Rinaldo zeigen Regisseurin Christiane Lutz und ihr Team in dem Gewand eines Agententhrillers par excellence. Rinaldo (Jake Arditti) geht als “Gentleman Agent” auf die Jagd nach dem Bösen, das in Gestalt von Argante (Tobias Greenhalgh) und der stimmgewaltigen Armida (Natalia Kawalek-Plewniak) die Welt belästigt.

Argante (Tobias Greenhalgh) & Armida (Natalia Kawalek-Plewniak) © Herwig Prammer

Argante (Tobias Greenhalgh) & Armida (Natalia Kawalek-Plewniak) © Herwig Prammer

Wie hat die Inszenierung gefallen? Geht der Plan auf?

LES PECHEURS DE PERLES – DIE PERLENFISCHER

Eine äußert selten gespielte Oper des berühmten französischen Komponisten Georges Bizet kam am 16. November im Theater an der Wien zur Premiere: Les Pêcheurs des PerlesDie Perlenfischer.

Die junge niederländische Regisseurin Lotte de Beer entführte das Publikum in eine Welt der Medien: ein Regisseur, Maskenbildner, Crew, Kameras… ein ganzes Filmset stand auf der Bühne – bereit, um eine Reality-TV-Show zu drehen:

Perlenfischer © Werner Kemtitsch

v.l.n.r.: Nathan Gunn (Zurga), Diana Damrau (Leila), Nicholas Testé (Nourabad) © Werner Kemtitsch

PERLENFISCHER  – THE CHALLANGE

Die Dreiecksbeziehungs zwischen Leila, gesungen von der hervorragenden Diana Damrau, und ihren zwei Verehrern Nadir (Dmitry Korchak) und Zurga (Nathan Gunn) gipfelt in der Frage: Tod oder Gnade dem Liebespaar? Das Fernsehpublikum in Form des Chores (Arnold Schoenberg Chor) hat entschieden: Das heimliche Liebespaar Leila und Nadir muss sterben. Zurga jedoch trifft nach häufigem Zweifeln eine Entscheidung für die Menschlichkeit und ermöglich dem Liebespaar die Flucht – auf Kosten seiner eigenen Sicherheit…

Perlenfischer © Werner Kemtitsch

Diana Damrau (Leila), Dmitry Korchak (Nadir) © Werner Kemtitsch

IPHIGÉNIE EN AULIDE ET TAURIDE

Véronique Gens (Diane/Iphigénie), Arnold Schoenberg Chor, Foto © Armin Bardel

Véronique Gens (Diane/Iphigénie), Arnold Schoenberg Chor, Foto © Armin Bardel

Ein einmaliges Projekt feierte am 16. Oktober 2014 im Theater an der Wien Premiere: Die Geschichte der Gluckschen Iphigénie en Aulide und Iphigénie en Tauride an einem Abend erzählt. Der Regisseur Torsten Fischer gestaltete ein beeindruckend zeitgenössisches Konzept, das alle Facetten der beiden Opern, die Gluck 1774 und 1779 in Paris uraufführte, in deutlicher Radikalität zeigte: Angst, Hass, Krieg, Liebe, (Ohn-)Macht und Verzweiflung.

Sieben Klassen aus fünf Wiener Schulen konnten in der Orchesterhauptprobe und Generalprobe miterleben welche Gestaltungsmöglichkeiten dieser antike Stoff im 21. Jahrhundert noch bietet und welche Aktualität er immer noch besitzt. Die Klassen bereiteten sich mit Werkeinführungen oder musikalischen Workshops, die von Musikerzieherin Anna Rockenschaub geleitet wurden, auf die Proben vor.

Welche Eindrücke hat dieser Opernbesuch hinterlassen? Jugend an der Wien bittet um Meinungen, Reaktionen und Feedbacks rund um die Workshops und die Produktion!

Foto © Armin Bardel

Foto © Armin Bardel

EUGEN ONEGIN

Briefszene mit Tatjana (Viktorija Bakan) und dem Schauspieler Thomas Engel  © Armin Bardel

Briefszene mit Tatjana (Viktorija Bakan) und dem Schauspieler Thomas Engel © Armin Bardel

Die neue Saison 2014/15 am Theater an der Wien ist angelaufen und damit auch eine neue Saison von Jugend an der Wien. Als erstes Schulprojekt konnten wir Peter Iljitsch Tschaikowskis berühmtes Werk EUGEN ONEGIN in der Kammeroper mit einem neuen Jungen Ensemble des Theater an der Wien (JET; http://www.theater-wien.at/index.php/de/junges_ensemble_) anbieten und erhielten auch regen Zulauf. Insgesamt waren knapp 250 Schülerinnen und Schüler aus vier Wiener Schulen mit ihren BegleitlehrerInnen am 6. Oktober in der Schulvorstellung. Der Regisseur Ted Huffman erarbeitete mit seinem Team eine klare Inszenierung, die die Geschichte um Tatjana (Viktorija Bakan) und Eugen Onegin (Tobias Greenhalgh) deutlich in den Mittelpunkt rückt.

Wie hat dem Publikum die Inszenierung und die Musik gefallen?
Auf diesem Blog gibt es Raum für Meinungen, Feedbacks und Reaktionen – von SchülerInnen und LehrerInnen!

PLATÉE

Kommentare zur Generalprobe von PLATÉE von Jean-Philippe Rameau am 15.02.2014 – besucht von ca. 150 SchülerInnen aus ganz Wien! In der Inszenierung von Robert Carsen und unter der musikalischen Leitung von Paul Agnew glänzt Marcel Beekmann in der Titelrolle.

MARE NOSTRUM

150 SchülerInnen aus ganz Wien hatten die Gelegenheit, die Schulvorstellung von MARE NOSTRUM von Mauricio Kagel (1975) in der Kammeroper (Theater an der Wien) zu besuchen – die Entdeckung, Befriedung und Konversion des Mittelmeerraumes durch einen Stamm aus Amazonien. Alle Klassen besuchten im Vorfeld einen Workshop mit Musiktheatervermittlerin Madeleine Seaman und dem Komponisten Florian C. Reithner. Eure Kommentare dazu, Feedback, Reaktionen?

LA CENERENTOLA

OLYMPUS DIGITAL CAMERAOLYMPUS DIGITAL CAMERA300 SchülerInnen aus ganz Wien haben die erste Schulvorstellung in der Kammeroper besucht! Auf dem Programm stand LA CENERENTOLA von Gioachino Rossini – Gaia Petrone singt Cenerentola, Regie führte Jasmin Solfaghari, das Wiener KammerOrchester musiziert unter der Leitung von Konstantin Chudovsky. Wie hat es euch gefallen? Feedback? Anmerkungen? Kritik?