Uraufführung der Oper GOGOL von Lera Auerbach – 100 SchülerInnen hatten die Gelegenheit, die Generalprobe von GOGOL zu besuchen, nachdem in Workshops – gemeinsam mit Musikern des ORF Radio-Symphonieorchesters (Konzertmeister Peter Matzka und Fagottist Marcello Padilla) – Hintergründe und Musik ergründet und diskutiert wurden.
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Dank der umfangreichen Einführung der Projektkoordinatorinnen für Jugend an der Wien und meinem Musikprofessor konnte ich die Generalprobe mit ausreichendem Hintergrundwissen besuchen. Das Ergebnis war überwältigend! Mich beeindruckte nicht nur die Musik, welche eine Genialität der Komponistin voraussetzte, sondern auch die Präsenz der Schauspieler. Der jüngste unter ihnen, ein Sängerknabe, faszinierte das ganze Stück hindurch mit seiner Ausdauer und klaren Stimme. Zweifelsohne wurde in diese Produktion sehr viel Energie gesteckt und man setzte sich sehr ausführlich mit dem Inhalt auseinander um diese Inszenierung so zustande zu bringen, wie sie gestern Abend gesehen werden konnte. Meinen Respekt gegenüber Lera Auerbach, den Schauspielern, den Musikern und allen anderen beteiligten Händen!
Nachdem wir letzte Woche schon das Privileg genießen konnten, einen kurzen, ersten Einblick in die musikalischen Ideen Auerbachs zu bekommen, wussten wir zumindest schon in etwa, mit welchen musikalischen Stilmitteln Auerbach arbeiten würde.
Was mir an der Besetzung besonders gefiel, waren unter anderem der große Chor (welcher Chor wenn nicht der ASC wäre für so eine brillante, moderne Inszenierung in Frage gekommen), der Knabenchor und das Knabensolo – die Leistung des jungen Grazer Kapellknaben stach besonders hervor, so viel zu singen, so viel russischen Text zu lernen, und keine Einschüchterung war zu vernehmen.
Die Orchesterbesetzung fiel besonders durch die Auswahl an Spielzeug für die Schlagwerker auf. Dazu verstärkten die Soli jeder Stimmgruppe das Ausmaß der Kontraste in Gogols Traum*(?), wenn diese Aufgabe nicht schon die Sänger in ihrer Besetzung auf spielerischste Weise getan hatten.
Das Bühnenbild erschien mir wie ein Chagall Bild nach dem anderen. „Der Rote Jude“ (die roten Haare waren zwar die einzige Ähnlichkeit aber das Bild ging mir nicht aus dem Kopf,) und sogar Chagalls fliegende Geigen kamen zum Vorschein.
Ich glaube, eine neue Lieblingsoper gefunden zu haben.
*Ob Traum, Realität oder doch nur eine Geschichte – ist eine Frage, die Gogol grundsätzlich zu beantworten vermeidet.
Die “Ur-Generalprobe” von Gogol war gewöhnungsbedürftig. Die Musik war, obwohl sie, so wie das Stück, ziemlich modern war, angenehm zu hören. Dennoch gestaltete sich der 3. Akt ansprechender, da er nicht so kryptisch und illusorisch wie die ersten zwei Akte war. Auch wenn das wahrscheinlich an dem schwierigen Stoff, der in der Oper verarbeitet wurde, liegt. Alles in allem mehr hörenswert als sehenswert.
Die erste hälfte war für mich leider eher zum Einschlafen als zum zuhören, aber es war eine deutliche Steigerung im zweiten Teil zu merken! Die beiden älteren Gogol-Darsteller waren für mich mit abstand die besten, obwohl auch der Sänger mit den Handpuppen überzeugen konnte! Der kleine Gogol war zwar klein und lieb, konnte aber für mich weder mit seiner Stimme noch mit seiner schauspielerischen Leistung wirklich überzeugen.
Das Bühnenbild enttäuschte mich zuerst, passte aber im Endeffekt zu der depressiven Gesamtstimmung des Stückes gut.
Aber ich muss zugeben, dass ich kein Freund von modernen Opern oder modernem Regietheater bin.
Ich war eher von der Musik überraschend begeistert, da ich auf moderne Musik keinen besonderen Wert lege. Sie war größtenteils sehr angenehm und auch die Sänger waren meiner Meinung nach, auch in Bezug auf ihre Rollen, hervorragend, stimmlich und schauspielerisch. Nur Ladislav Elgr, der den Teufel sang, hat für mich nicht sonderlich angenehm geklungen, dafür war seine Darstellung umso imposanter. Das Bühnenbild war, genauso wie die Handlung, etwas seltsam und gewöhnungsbedürftig, die Kostüme waren interessant.
Der erste Akt hat mir weniger gefallen, der zweite Akt war um einiges weniger einschläfernd, aber der dritte Akt war sehr amüsant und auch das Geschehen auf der Bühne war spannender als in den vorherigen Akten. In Summe würde ich sagen, dass dieses Werk sehr gewöhnungsbedürftig ist, außerdem ist die Oper für diejenigen, die von moderner Musik weniger begeistert sind, etwas unangenehm sein, die Spannung steigert sich vom ersten Akt (langweilig) sehr schön bis zum Schluss (amüsant).
Geschmäcker und Ohrfeigen sind bekanntlich verschieden. Abgesehen davon muss ich allerdings ehrlich gestehen, dass das Dargestellte, und man konnte einfach die Wahnvorstellungen und Alpträume von Gogol nicht übersehen, wirklich gut war. Das ist natürlich den wirklich guten Akteuren zu verdanken. Ganz besonders bewundere ich den jungen Darsteller, da es zu einer doch vortgeschrittenen Uhrzeit sicher nicht leicht ist, mit so klarer Stimme zu singen.
Wie auch schon in anderen Kommentaren erwähnt war eine deutliche Spannungssteigerung zu spüren, und es zahlt sich aus bis zum Ende zu bleiben, auch wenn jemandem der erste Teil nicht ganz so gefällt.
Auch wenn mir die Musik nicht sonderlich zusagt, muss ich doch auch anmerken, dass Lera Auerbach ein Meisterwer der modernen Musik gelungen ist, man aber so wie bei jedem modernem Werk darüber streiten kann, ob es einem gefällt, oder nicht.
Zum Schluss wäre noch zu erwähnen, dass ich mich ohne die Einführung, die wir bekommen haben, mich absolut nicht ausgekannt hätte, da die Handlung, wenn man es son nennen kann, sehr verwirrend ist
Sonntagabend ging ich also ohne große Erwartungen und auch mit ein wenig Skepsis zur Generalprobe der Oper „Gogol“. Eine musikalisch wunderschön gestaltete Ouvertüre, weckte mein Interesse, dennoch hatte ich von Beginn des ersten bis zum Ende des Zweiten Aktes das Gefühl, dass das Orchester nicht ganz bei der Sache war. Dadurch wurde jegliche Bühneninszenierung, trotz der Bemühungen der Sänger, nach dem ersten Akt langatmig. Das Bühnenbild war provokant aber dadurch nicht minder beeindruckend. Besonders der junge Gogol verdient mein volles Lob, auch wenn seine Nervosität vielen nicht entgangen ist.
Im letzten Akt fand ich auch meine Lieblingsszene, ausgehend von einem Bassist der mit Hilfe von Handpuppen zwischen Bass und Countertenor variierte. Diesen Wechsel hat er bravourös gemeistert. Die restlichen Sänger und Darsteller waren nicht minder beeindruckend. Alles in Allem verließ ich diesen Opernabend fasziniert, trotz meiner Abneigung zu zeitgenössischer Musik. Man bemerke, dass mich ausschließlich der dritte Akt zu dieser Meinung veranlasst.
Ein großes Lob an die Sänger und das Orchester und ein nicht weniger großes Lob an Lera Auerbach, die es geschafft hat moderne Musik mir ein Stück näher zu bringen.
Mit einer Einstellung der Neugier besuchten wir am Sonntag das Theater an der Wien um uns die neue Produktion von Lera Auerbauch anzusehen. Nach einer langen Einleitung der Geschichte mit einer sich dahinziehenden Szene mit einem kleinen Jungen und dem tanzenden Teufel und der Hexe, hat man als Zuhörer erst einmal überlegen müssen, wer welche Rolle spielt. Nachdem das einigermaßen klar war (jedoch nicht herauszuhören war, wen der Junge und seine Freunde darstellten) ging es zur eigentlich Handlung. Den Teufel stets in der Violine verkörpert, machte dieses Motiv sehr positiven Eindruck. Die Musik, für eine der modernen Kompositionen, zeigte sich überwiegend tonal und äußerst harmonisch und es setzte sich sogar der ein oder andere Ohrwurm in der Pause nach dem zweiten Akt fest. Langatmige Passagen ließen einen dekonzentriert zuschauen, und das Mitlesen des vom Russischen übersetzten Textes schien sich dem dargestellten Bild, der Inszenierung nicht anzupassen.
Alles in allem setzt das Sehen diese Oper einige Vorkenntnisse voraus, vor allem bezüglich Gogols Leben und den Meinungen über ihn. Auch seine Werke und dessen komplexe Ideen sind Themenpunkte mancher Szenen.
Volkstümlich russische Einwürfe ließen manche Zuschauer schmunzeln, es schien als eine Vertrautheit in dieser fremden Welt.
Die Oper Gogol hat mir im Allgemeinen sehr gut gefallen, wobei ich das nicht nur unbedingt auf die Musik beziehen möchte. Insgesamt baute sich eine Spannung auf, die dem Inhalt des Stückes sehr gerecht wurde. Die schauspielerische Umsetzung der Charakter hat mich sehr beeindruckt, sowie die sängerischen Leistungen, ganz besonders die des jungen Darstellers des Nikolka. Vorallem fasziniert hat mich die Inszenierung von Christine Mielitz. Sehr detailiert hat sie den Inhalt der Geschichte und das Libretto auf die Bühne gebracht.
Da uns bereits im Schulunterricht Hörproben von Lera Auerbachs jüngeren Werken vorgestellt wurden, gingen wir mit einer positiven Einstellung in die Generalprobe der Uraufführung. Angefangen hat die Oper sehr atmosphärisch. In fast vollkommener Dunkelheit, die Bühne nur von einer Kerze erhellt, erzeugte das Orchester einen spannungsvollen Beginn, welcher der folgenden Thematik gerecht wurde. Der inzwischen vollkommend wahnsinnige Dichter Gogol, der sich in den letzten Stunden seines Lebens befindet, wird von einem Gericht, zusammengestellt aus den Figuren seiner Werke, verurteilt die russische Seele vor den Augen der Welt niederzumachen und zu blamieren.
Doch erschöpft sich hiermit meine positive Kritik auch leider schon. Neben dem wirklich guten Libretto, also dem übermittelten Thema, welches ebenfalls von Lera Auerbach stammt, und der grandiosen Arbeit des Dirigenten, der Musiker und der Sänger, die noch das Beste aus der Musik machen. Allen voran, ich möchte schon sagen der Jungstar, Sebastian Schaffer souverän den jungen Gogol verkörpernd, der eine sehr anspruchsvolle tragende Kinderpassage übernimmt.
Das größte Problem hatte ich persönlich mit der Musik. Und ich schreibe persönlich, denn ich kann mir vorstellen, dass anderen Menschen die Komposition gefallen kann, da sie ja nicht wirklich in den atonalen Sektor abzuschieben ist, doch war sie für mich zu wenig integer. Versuchend irgendwie eine Melodik oder füllende Harmonien zu finden wurde ich letztendlich doch enttäuscht, da sich die ganze Oper für mich aus einem dahinschwimmenden Schwall aus sehr tiefen und hohen Tönen bestand.
Der letzte Aspekt, der mich schlussendlich fast dazu brachte in der Pause nach Hause zu gehen, war die Inszenierung. Ebenso wie es genial ist den Chor als lebendiges Requisit zu verwenden, genau so anstrengend sind die überquellenden sexuellen Anspielungen, die Idee dem Teufel eine Elvis Presley-Perücke zu verpassen oder komische Brillen zu tragen, welche die ohnehin schon schwierige, aber wohlgemerkt interessante Thematik, noch befremdlicher machte.
Zunächst erwartete ich mir eine Art Eindrucksmusik, die nur bestimmte Stimmungen und Gefühle wiedergibt. Nach den ersten Minuten war ich mir jedoch darüber im Klaren, dass diese Musik viel zu komplex ist um einer Erwartung zu entsprechen.
Die allgemeine musikalische Wirkung entspricht meiner Meinung nach eher weniger der grundlegenden Aussage der Geschichte Gogols. Sie wühlt auf, lässt unruhig werden und bringt gelegentlich zum Schmunzeln, was dem religiösen und verzweifelten Text Gogols nicht entspricht.
Jedoch waren die musikalischen Fragmente des Orchesters stellenweise so gut, dass man leider die Vokalstimmen dazu manchmal gerne ausgeblendet hätte, was eher von einer Instrumentalkomponistin zeugt.
Alles in allem ist es musikalisch gesehen jedoch eine sehr wertvolle Herangehensweise in einer gewöhnungsbedürftigen Oper.
Was hat mir gefallen?
Die Musik war sehr ansprechend, denn Lera Auerbach hat das Talent, äußerst spannungsvolle, meist dissonante Melodien über harmonisch interessanten Akkorden zu komponieren.
Das Thema ist auch interessant, denn eine Oper über einen russischen Komponisten, der aufgrund seiner Sünden in der Vergangenheit seinen Verstand verliert, aufhört zu essen und schlussendlich daran stirbt, kann nur begeistern.
Wenn man bedenkt, dass die 2 Gogols erst eine Woche vor dem Auftritt von diesem wussten, merkt man, dass hier sehr professionelle Akteure am Werk sind.
Was hat mir nicht gefallen?
Die Inszenierung war sehr gewöhnungsbedürftig, weil man als Zuschauer mit sehr vielen skurrilen Situationen konfrontiert wird, zum Beispiel: Direkt nach der Pause treten der Teufel und der kleine Junge Nikolka mit „Freddie Mercury Kostümen“ und der Teufel mit einer äußerst eigenartigen Frisur auf.
Was mir ein bisschen auf die Nerven ging, war der playbackspielende „Mond“, aber dies ist nur eine Kleinigkeit.
Meiner Meinung nach kann man Lera Auerbach nicht so ganz in die Schublade der modernen Komponisten stecken. Sie ist etwas ganz besonderes. Lera Auerbach verwendet unglaublich viele verschiedene Stilrichtungen und bezieht sich sehr auf tonale Musik, was meiner Meinung nach sehr ungewöhnlich für zeitgenössische Komponisten ist. Die Musik war sehr fesselnd und interessant. Man wurde quasi in einen Bann gezogen und verspürte nicht den Drang nach den ersten zehn Minuten der Oper einen Blick auf die Uhr zu werfen. Das Bühnenbild ergänzte sich sehr gut mit der Musik. Es wär nicht zu abstrakt, zwar nicht immer eindeutig, aber gut zu verstehen. Der Schönbergchor war zum Beispiel hin und wieder in das Bühnenbild miteinbezogen.
Mir hat die Generalprobe im Großen und Ganzen gut gefallen, auch wenn ich meistens nicht verstanden habe, was gerade passiert. Für mich war es schwierig, alles auf einmal betrachten zu können, da auf der Bühne immer viel los war und ich als Zuschauerin nie wusste, wo ich hinschauen sollte. Dazu kam, dass ich oft auch den deutschen Text las und daher nicht auf die Handlung auf der Bühne konzentrieren konnte. Für mich kam sehr gut zur Geltung, dass Gogol Angst vor dem Teufel hatte und religiös „korrekt“ handeln wollte. Mir fiel auf, dass er sehr gespalten war, mit sich selbst unzufrieden und teilweise widersprüchlich/gegensätzlich. Da ich über die Inszenierung nicht Bescheid wusste, wusste ich mit den ausladend dekolletierten Damen nicht viel anzufangen. Außerdem habe ich nicht ganz mitbekommen, dass Nikolka Gogol in seiner Jugend darstellen sollte. Ich fand es hingegen sehr passend, dass der älteste Gogol sehr mager war im Gegensatz zum „mittelalten“. (Auch wenn sich das eigentlich nur durch einen unglücklichen Zufall ergeben hat.)
Ich hätte mich im Vorhinein informieren sollen, welche Personen dargestellt werden sollten, da ich nicht mitbekommen habe, worum es tatsächlich geht (nur in groben Zügen).
Ich kann mich leider nicht mehr so gut an Darsteller und Musik erinnern, aber ich weiß noch, dass vom jungen Gogol Darsteller sehr begeistert war.
Generalprobe von Lera Auerbachs Gogol:
Mit guten Vorsätzen gekommen, mit eher depressiven Gefühlen gegangen.
Empfand die Oper als langatmig und einschlafend. Die provokante, übertrieben und perverse Inszenierung befand ich sehr abstoßend.
Das einzige Positive fand ich nur in der Umsetzung des Orchesters!
Ein zweites Mal würde ich mir die Oper nicht geben!!!!
Mir hat sowohl das Stück, als auch die Inszenierung und die Musik sehr gut gefallen. Der Inhalt dieses Stückes ist vielleicht für einige nicht so spannend, ich meinerseits habe den Inhalt gar nicht so richtig verstanden, umso beeindruckender fand ich es, dass die Effekte, die Musik und die ganze Inszenierung das Stück so interessant gestalten konnten, dass ich ganz gefesselt von all dem war. Es war sicher ein riesiger Aufwand, dieses Werk so gut hinzubekommen, aber diese Arbeit schätze ich sehr!